Öffentliche Verkehrsmittel in Berlin – Überblick und Tipps
Berlin Neuankömmlingen kann ein Blick auf die Karte der öffentlichen Verkehrsmittel Berlin schon einmal ein Schrecken einjagen. So viele Linien, verschiedene Dienste und Strecken, wer soll sich da zurechtfinden. So schwer ist es nicht und ich will hier einen ersten Überblick über die verschiedenen Verkehrsmittel Berlins geben. Vor allem die Unterschiede der jeweiligen Verkehrs- und Transportmittel sollen herausgestellt werden, da es hierbei oft zu Verwirrungen kommen kann.
Übersicht der öffentlichen Verkehrsmittel Berlin
Fahrscheinverkauf und Preise
Nützliche Tipps
Übersicht des öffentlichen Verkehrsnetzes in Berlin
Der öffentliche Nahverkehr in Berlin wird von den Berliner Verkehrsbetrieben, den BVG, unterhalten. Am besten ausgebaut und meisten genutzt werden die Linien der U-und S-Bahnen sowie die Linienbusse. Die BVG bietet darüber hinaus noch die Tram, den Metrobus und einige Fährdienste an.
Die S- und U-Bahnen fahren von Montag bis Donnerstag meistens von 5.00 Uhr in der Früh bis 24:00-1.oo Uhr. Es kann zu Unterschieden abhängig der Linie kommen. So fährt die Ringbahn länger als andere Linien. Am Wochenende und vor Feiertagen fahren auch die S- und U-Bahnen rund um die Uhr.
Die S-Bahn bereitet Besuchern besonders am Anfang Kopfschmerzen, dabei ist es ganz einfach. S-Bahn steht nicht für Straßenbahn, wie man annehmen könnte, sondern für Schnellbahn. Die Schnellbahn fährt über- aber auch unterirdisch und kann mit der U-Bahn (Untergrundbahn) verwechselt werden. Zurzeit verkehren 13 S-Bahn Linien in Berlin. An dieser Stelle will ich nur auf die Ringbahn, die S 41undS42, näher eingehen. Wie der Name schon vermuten lässt, fahren die beiden Linien in einem Ring um Berlin herum. Die S41 fährt im Uhrzeigersinn, wobei die S42 gegen den Uhrzeigersinn fährt. An der Ringbahn liegen daher wichtige Verkehrsknotenpunkte, die einen in alle Winkel der Stadt und ihre Außenbezirke bringen.
Die S9 fährt von Pankow direkt zum .
Die Berliner Untergrundbahn kann dem Nicht-Berliner auch Rätsel aufgeben. Genau wie die S-Bahn verkehrt auch sie an manchen Stellen über Tage. Berlin wäre ja auch nicht Berlin, wenn es sich an solche einfachen Sachen wie „Untergrundbahn“ halten würde.
Die Berliner U-Bahn verfügt über 10 Linien, von denen alle bis auf die U4 und U55 an Wochenenden und vor Feiertagen, durchfahren.
Mehr als 1.300 Busse sind in Berlin täglich im Einsatz und es gibt etliche Linien. Man kann die Berliner Busse in Expressbus, Tageslinienbus und Nachtbusse unterteilen.
Auf der Webseite des BVG das Linienbusnetz kann jede Linie eingesehen und heruntergeladen werden.
Die Expressbusse sind mit einem X gekennzeichnet und bedienen Strecken in der Innenstadt sowie in Randbezirken. Auch der Flughafen Tegel wird ab Alexanderplatz mit einem Expressbus, dem TXL, angefahren.
Die Berliner Nachtbusse spielen vor allem unter der Woche eine große Rolle, da die U-Bahnen von 24.00 Uhr bis 5.00Uhr nicht fahren. Die Nachtbuslinien N1-N3 und N5-N6 verkehren weitgehend entlang der entsprechenden U-Bahnlinien U1-U9.
Die Metrolinien sind eine Ergänzung des S- und U-Bahn Netzes.
Der Metrobus sollte nicht mit der Metrotram verwechselt werden, deren Zeichen sich sehr ähneln. Die Busse, die zur Metrolinie gehören, sind mit einem M und einer zweistelligen Zahl gekennzeichnet. Sie fahren rund um die Uhr und tagsüber im 10-Minuten Takt.
Die Straßenbahnen der Metrolinien werden Metrotram genannt und enthalten wie der Metrobus ein „M“ in der Linienbezeichnung. Sie verkehren auch rund um die Uhr. Es gibt 9 Metrolinien.
Die Tram, die Berliner Straßenbahn
Bei der Tram handelt es sich um die Berliner Straßenbahn, die häufig mit der S-Bahn verwechselt wird. Es gibt 13 Linien, womit das Berliner Straßennetz mit seinen 9 Metrotrams, eines der größten und ältesten der Welt ist. Besonders im Osten der Stadt fährt die Berliner Straßenbahn.
Die Berliner Verkehrsbetriebe betreiben auch sechs Fähren, die unter anderem auf dem Wannsee, der Spree und dem kleinen Müggelsee verkehren. Gerade im Sommer werden die Fähren oft genutzt.
Fahrscheinverkauf und Preise
In Berlin gibt es drei Tarifbereiche A, B und C. Als Berlin Besucher bewegt man sich in der Regel nur im Bereich A, da sich hier die meisten Sehenswürdigkeiten und Szenebezirke befinden. Der Tarifbereich C beinhaltet das Umland Berlins. Hier geht es zur genauen Tarifübersicht des BVG’s.
Die am häufigsten genutzten Fahrkarten, gerade für Berlin Besucher sind die;
- Einzelfahrkarten sind max. 2 Stunden gültig und berechtigen zu einer Fahrt mit beliebig häufigem Umsteigen in Richtung des Fahrzieles. – 2,30 € Berlin AB ,2,70 € Berlin BC und 3,00 € Berlin ABC.
- 4-Fahrten-Karte werden ausschließlich im Tarifbereich AB angeboten. Sie bestehen aus vier Wertabschnitten die alle einzeln abgestempelt werden müssen. – 8,20 Euro nur gültig in Berlin AB.
- Kurzstrecken gelten für 3 Haltestellen auf S- und U-Bahnstrecken und für 6 Haltestellen in Straßenbahnen oder Bussen. – 1,40 Euro.
Alle Fahrschein müssen am Bahnsteig entwertet werden, sonst sind sie nicht gültig.
Für Berlin-Touristen und Besucher eignen sich die touristischen Tickets des BVG’s. Falls auch Museen oder andere Sehenswürdigkeiten besucht werden sollen empfehle ich die Berlin Welcome Card.
Fahrscheine können an Automaten auf den Bahnsteigen, Servicestellen an Bahnhöfen sowie an einzelnen Kiosken gekauft werden. Meistens liegen diese Kioske in der Nähe einer Haltestelle. In der Tram und in den Bussen können Fahrscheine auch in den Fahrzeugen und beim Fahrer gekauft werden.
Achtung: An den Automaten kann nicht per Kreditkarte bezahlt werden. Kartenzahlung per EC oder Maestrokarte ist aber möglich.
- Durch das System des Selbstentwertens der Fahrkarten kann man leicht in die Versuchung des Schwarzfahrens gelangen. Das passiert besonders häufig wenn die Bahn schon am Bahnsteig steht und man es eilig hat. Ich kann aber aus Erfahrung sagen, dass in Berliner Verkehrsmitteln häufig kontrolliert wird. Geht das Risiko nicht ein denn es wäre um die hohe Strafe schade, die man zahlen muss. Die Kontrolleure tragen Straßenkleidung und sind daher auch schwer zu erkennen.
- Viele große Haltestellen und Bahnhöfe können sehr verwirrend sein, wenn man sich nicht auskennt. Man findet auf ihnen die sogenannten Standortpläne, wo genau angezeigt wird, welche Bahnen oder Busse an der Haltestelle oder in der unmittelbaren Umgebung abfahren. (Bsp. Standortplan Gesundbrunnen)
- Keine Fahrscheine von Fremden auf dem Bahnsteig kaufen! Es werden Tageskarten und andere Scheine angeboten, die aber oft gefälscht sind.
Das Netz ist gut ausgebaut und leicht zu benutzen. Nach einigen Fahrten hat man den Bogen schon raus. Außerdem sind die Berliner nett und hilfsbereit und es gewöhnt verlorene Besucher wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Deswegen im Notfall einfach fragen.
Karina
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