Typisch Berlin – 10 Dinge die man probiert, wissen oder gemacht haben muss
Berlin hat sich über die Jahre ein sehr internationales Gesicht angeeignet und Einflüsse aus der ganzen Welt prägen das Stadtbild und den Charakter.
In Berlin gibt es Irish Pubs, vietnamesische Restaurants, polnische Supermärkte und türkische Metzger, aber welche Dinge kommen wirklich aus der Hauptstadt oder sind typisch für sie?
Ich bin keine Berlinerin, daher musste ich mich erstmals auf die Suche machen, um herauszufinden was charakteristisch für Berlin ist. Die folgende Liste zeigt Dinge die entweder aus Berlin stammen, hier erfunden wurden oder einfach so typisch sind, dass jeder Besucher sie wissen und ausprobieren sollte.
1. Die Berliner Schnauze
Der Berliner Dialekt, gepaart mit dem teilweise derben Humor der Berliner, wird „Berliner Schnauze“ genannt. Die Berliner Schnauze sticht durch gnadenlose Direktheit heraus und kann von Nicht-Berlinern oft als rüpelhaft und grob aufgefasst werden. Die Berliner reden eben nicht gerne um den heißen Brei herum und Honig ums Maul schmieren, ist erst recht nichts für sie. Bloß nicht durch die ungehobelte und vorlaute Art der Berliner aus der Ruhe bringen lassen, denn sie haben das Herz am rechten Fleck. Aber oft werden auch andere Begriffe und eigens kreierte Wörter benutzt. Das Berliner Wörterbuch gibt erste Hilfestellung beim „berlinern“. Lust auf eine Stadtführung auf „Berlinerisch“? Peter Lucas, Taxi und Busfahrer aus Leidenschaft, zeigt Besuchern seine Stadt. Mehr Informationen unter: http://www.berliner-schnauze.de/
2. Die Currywurst
Bis zum heutigen Tage weiß man nicht 100% ob die Currywurst wirklich in Berlin erfunden wurde. Die Berliner Currywurst geht auf das Jahr 1949 zurück, als sie zum ersten Mal von Herta Heuwer in ihrem Imbissstand angeboten wurde. Es gibt sogar richtige Berühmtheiten unter den Berliner Currywurstlokalen. Eines der bekanntesten ist das Curry36 auf dem Mehringdamm 36 in Kreuzberg. Hier ist besonders abends und nachts die Hölle los und eine Schlange von bis zu 200 Metern ist keine Seltenheit. Das Witty’s am Wittenbergplatz 5 ist bekannt für die selbstgemachten Saucen. Die Liebe der Berliner zu ihrer Currywurst ist so groß, dass sich hier sogar das Deutsche Currywurst Museum befindet.
3. Das Strandbad Wannsee
Beim Strandbad Wannsee, ein Freibad am Ostufer des Großen Wannsees, wurde schon 1907 eröffnet. An heißen Sommertagen tummeln sich hier bis zu 30.000 Badegäste. Das Strandbad am Wannsee hat Kultstatus, dabei ist es keine Schönheit. Es ist an warmen Tagen immer überfüllt und man liegt eingepfercht wie die sprichwörtlichen Ölsardinen, aber genau das macht den Charme aus.
4. Die Fotoautomaten
Ich weiß schon was man jetzt sagen möchte, und natürlich gibt es Fotoautomaten auch in anderen Städten dieser Welt. In Berlin sind sie trotzdem etwas Besonderes. Sie sind Retro, irgendwie stylisch, haben die besten Jahre schon hinter sich, sind in der Nacht grundsätzlich besetzt und machen tolle Fotos. Man sollte seine Augen nach den Fotoautomaten aufhalten. Die Fotos sind ein tolles Berlin Souvenir.
5. Die Berliner Buletten
Die Bulette, in anderen Teilen Deutschlands auch Frikadelle genannt, kommt ursprünglich nicht aus Berlin. Ich will sie aber in die Liste aufnehmen, da sie zu den Leibgerichten der Berliner gehört. Buletten bekommt man an jeder Imbissbude aber auch in den deutschen Restaurants kommt sie oft auf den Teller. Wer sie gerne mal nach kochen möchte, kann das unter http://frikadellen.delectation.de/berliner-buletten.htm.
6. Das Ost-Ampelmännchen
Noch heute sind nahezu alle Fußgängerampeln im ehemaligen Ostteil der Stadt mit dem grünen und roten Ampelmännchen versehen. Sie wurden vom Verkehrspsychologe Karl Peglau gestaltet und 1961 eingeweiht. Heute sind sie das Symbol der „Ostalgie“.
7. Der Döner
Um den Berliner Döner kreisen Legenden. So soll er zum ersten Mal, Anfang der 70er Jahre in Berlin am Kottbusser Damm, verkauft worden sein. Sicher ist aber, dass der Döner aus Berlin seinen Siegeszug durch ganz Deutschland begann. Eine wahre Größe im „Dönergeschäft“ und typisch Berlin ist Mustafas Gemüse Kebap. Mustafas, man ratet noch ob es ihn wirklich gibt, Geheimnis ist das frische Gemüse und die selbstgemachten Joghurtsaucen.
8. Fassbrause
Obwohl sie Brause heißt, handelt sich es bei der Fassbrause eigentlich um eine Limonade mit natürlichen Frucht- und Kräuterzutaten. Sie wurde 1908 von Ludwig Scholvien in Berlin erfunden. Noch typischer Berlin ist, die original Schultheisser Fassbrause in der Hasenschenke, ein Kiosk in der Hasenheide, zu trinken.
9. Loretta am Wannsee
An warmen Tagen zieht es die Berliner regelmäßig raus an den Wannsee. Ein besonderer Tipp des Berliner Musikers Herr Binner ist, eine Fahrt mit der Fähre 10 von Wannsee nach Kladow und zurück und danach auf ein kühles Blondes in den Biergarten der Loretta. Im Loretta entspannt Berlin.
10. Berliner Pfannkuchen
In Berlin nennt man sie Pfannkuchen, woanders werden sie Berliner genannt. Das Hefegebäck wird in heißem Fett ausgebacken und hat eine Marmeladenfüllung. Einer Legende zu urteilen wurden die Pfannkuchen im Jahre 1756 von einem Berliner Zuckerbäcker erfunden. Auch wenn sich diese Legende als unwahr herausstellen sollte, so sind die runden Pfannkuchen aus keiner Berliner Bäckerei mehr wegzudenken.
Ich würde meine Liste gerne erweitern! Bitte sagt mir welche Dinge für euch „Typisch Berlin“ sind und hinterlasst mir ein Kommentar!
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9 Kommentare
Berliner Weiße rot / grün, Moby Dick auf dem Wannsee, leider auch der Hundehaufen, natürlich ein Schultheiß – allderings in der alten Flasche der sog. Granate, unsere orangefarbene Müllabfuuhr – BSR ist supertypisch, ganz wichtig: der Hauptmann von Köpenick
und natürlich muss man unbedingt einmal auf dem Teufelsberg gewesen sein, wo man einen sensationell tollen 360 Grad Blick über die Stadt hat……..und wo wir schon im Grunewald sind, super typisch für Berlin sind die Wildschweine. Man sollte auf die Pfaueninsel fahren, sich den chinesisch/japanischen Garten in Mahrzahn ansehen, der Berliner Marathon ist sehr typisch, Pergamon Museum, Flughafen Tempelhof (Gelände) und eine Fahrt mit der U1 durch Kreuzberg am Abend!
Hallo Anna,
vielen lieben Dank für all die vielen Tipps, die sind ja super. Sag mal wie kommt man eigentlich am besten auf die Pfaueninsel? Ich habe mich letztens verlaufen aber vielleicht war ich auch nur schlecht vorbereitet.
Liebe Grüße,
Karina
Danke für die Tipps, Berliner Schnauze für Anfänger gibt es auch hier: http://blog.inberlin.de/2011/02/berliner-schnauze/
Hallo,
danke für den Tip. Das ist echt ein cooler Artikel.
Grüße,
Karina
Ich muss die Fassbrause probieren. Ich hab nie daruber gehort, aber es sieht ziemlich interessant aus
Hallo,
sieht nicht nur interessant aus, schmeckt auch super!
Splitterbrötchen sind auch immer ein muss wenn ich nach Berlin fahre, sowie an eine der vielen Strandbars an der Spree sitzen , mit ner kalten Berliner Weisse und einfach geniessen, da lässt sich der Grossstadtstress vergessen.
Hallo Sandra,
was sind denn Splitterbrötchen? Auf die Strandbarsaison freuen wir uns auch schon doll. Hoffentlich bekommen wir einen besseren Sommer dieses Jahr.
Grüße,
Karina